Komposttee in kleinen Mengen

Aktiver Komposttee ist leicht selbst zu brauen
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MarionS
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Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von MarionS »

Hallöö,

da ich im Moment nicht weiß, inwiefern ich in den nächsten Wochen Wurmtee bekomme und ich einige meiner Pflanzen nicht mit Kunstdünger füttern möchte, werde ich mich mal an Komposttee versuchen.
Nur ist das Set vom Hausherrn für meine Belange völlig oversized. Ich brauche so an die 300ml pro Woche.
Also kleiner Lüfter, kleiner Blubberstein, der in die 1l-Karaffe auch reinpasst.
Wurmhumus ist ja vorhanden.

Jetzt sind in dem Set noch Melasse dabei und Mineralien. Der Nachfüllpack wäre wieder für 150l.
Aber in den Mineralienmix Pellets, die ich noch dazu auch meinen Würmern verfüttern kann/soll, sind ebenfalls Mineralien und Melasse.
Ob ich die dafür verwenden kann?
LG,
MarionS
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Wurmcolonia
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Marion,

um die wertvollen Nährstoffe aus dem Wurmhumus für deine Pflanzen verwenden zu können, musst du keinen großen Aufwand machen. Du nimmst einfach etwas reifen Wurmhumus von der Oberfläche des Substrats deiner Wurmfarm und löst ihn in Wasser auf. Das schüttest du dann auf die Erde deiner Pflanzen. Fertig.

Aus dem verdünnten Wurmhumus holen sich die Pflanzen die Nährstoffe in der Menge wie sie sie brauchen. Überdüngen kannst du sie damit nicht.

Du musst nur beachten, dass Pflanzen, die einen sauren Boden benötigen basischen Wurmhumus nicht vertragen. Der pH-Wert des Wurmhumus muss immer zur Pflanze passen. Wenn eine Pflanze keinen humosen Boden verträgt, ist Wurmhumus ebenfalls nichts für sie (wall) .

Hezliche Grüße
Wurmcolonia
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MarionS
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von MarionS »

Wurmcolonia hat geschrieben: Do 8. Jul 2021, 11:48 Die Würmchen können in sauerstoffreichem Wasser atmen und dort auch viele Tage lang überleben.
...wobei mir grad was aufgeht, was mir ne Sorge nimmt: ich hab heute morgen Komposttee angesetzt, der da jetzt vor sich hin brodelt. Ich hatte den Kompost vorher "verlesen", ein Ei und ein Babywürmchen rausgepickt, aber dennoch die Sorge, dass ich was übersehen hab.
Die werden da drin dann wohl höchstens seekrank.
LG,
MarionS
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von MarionS »

Ich denke, die Mineralmix-Pellets sind durchaus brauchbar.
Ich habe eine Karaffe mit einem Liter über Tag brodeln lassen. Abends sah das ziemlich friedlich aus, aber über Tag muss was los gewesen sein, da am Rand der Karaffe alles voller Dreckspritzer war und sich auch ein Rand oben abgesetzt hatte; da muss über Tag irgendwann High Life gewesen sein, und das Ganze soll ja schäumen, hab ich gelesen.
Die entstandene Brühe hab ich dann erst mal abgesiebt und dann noch durch einen Teefilter geschüttet.
Würmer hatte ich keine übersehen.

Die abgesiebten und abgefilterten Feststoffe haben die Wurmis übrigens zu Begeisterungsstürmen hingerissen :D
LG,
MarionS
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Marion,

kannst du mal genauer erklären, was du gemacht hast?

Was haben die Mineralmix-Pellets mit dem Komposttee zu tun? Das habe ich nicht ganz verstanden. Hast du sie im Komposttee aufgelöst? Und wenn ja, wofür soll das gut sein?

Herzliche Grüße
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von MarionS »

Also, in dem Komposttee-brauen-Set wird beschrieben, dass man neben dem Kompost die Mineralien zugibt und Melasse, und das Ganze dann durch die Pumpe mit Luft versetzt.
Beim Herumstöbern im Shop ist mir aufgefallen, dass die Mineralmix-Pellets mehr oder weniger das Gleiche zu enthalten scheinen. Deswegen kam ich drauf, es damit mal zu versuchen.

Ich hab einen Löffel von den Pellets eine Nacht eingeweicht, morgens zusammen mit einer Handvoll Kompost in einem Liter Wasser gegeben und über den Tag belüftet. Das soll den Bakterien einen Schub geben.
LG,
MarionS
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Marion,

vielen Dank für deine Rückmeldeung. Das ist ja interessant. Jetzt müsste man aber eigentlich mal untersuchen, ob der "gebraute" Komposttee (ist irgendwie witzig dass hier "Tee" "gebraut wird, müsste man das Ergbnis nicht dann besser "Kompostbier" nennen :lol: ;) ) einen besseren Effekt hat als der einfach in ein wenig Wasser aufgelöste Wurmhumus? Das Ergebnis würde mich interessieren, insbesondere auch, ob sich die Mühe und der Aufwand des "Brauens" wirklich lohnt :?:

Herzliche Grüße
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von MarionS »

Ich bin im Moment etwas irritiert, weil der Tee heute leicht müffelt, obwohl er in einer offenen Karaffe steht. Er ist auch bei Weitem nicht so klar wie Wurmtee, es sind jede Menge Schwebstoffe drin. Vielleicht sollte ich den noch mal feiner filtern.
Heute morgen britzelte der auch leise, als ob da drin noch was los sei...
LG,
MarionS
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Re: Komposttee in kleinen Mengen

Beitrag von Eberhard »

Einschub: Komposttee in eigentlicher Zielrichtung beabsichtigt eine Vermehrung der Mikroorganismen, um diese in recht verdünnter Lösung über Pflanzen zu versprühen, um diese zu stimulieren. Das hat mit Düngen (Nährstoffausbringung) weniger zu tun.

Komposttee muss nach Herstellung (etwa ein Tag) unmittelbar verwendet werden. Eine Lagerfähigkeit ist nicht zu erwarten. Notfalls muss man die aktive Belüftung wegen der notwendigen aeroben Verhältnisse etwas ausdehnen.

Zum Querlesen: Quorum Sensing und Komposttees
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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